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Siesta Kite-Bordbau: Siesta², angefixed in Tarifa Es war bester Poniente Wind, recht ruhige See und unsere Laune besserte sich wieder ein wenig, als uns eDe° seinen Klassiker Scoop lieh, nachdem zuvor unser Toro mit einem satten Riss in der Fronttube und viel Gefluche in den Packsack am Strand von Tarifa verschwand. Gunda zog nun ihre Bahnen mit dem Takoon und nach einer Weile tauschten wir mit eDe° die Boards, da er noch nie unser Siesta Board gefahren ist, welches wir im Februar zusammen in seinem Keller gebaut hatten. „Mein Board ist die größte Nutte von Tarifa - da ist schon jeder mit gefahren“, blubberte es aus eDe° heraus, als er Gunda sein Board in die Hand drückte. Natürlich war das allgemeine Gelächter groß und Gunda schnappte sich das kleine gut aussehende Karbon-Schnittchen und verschwand für längere Zeit auf dem Wasser. Nach dem wirklich gigantischen Höhe ziehen war uns klar, dass wir dieses Board, mit genau dem selben Shape, schnellstens nachbauen wollten.
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So kam es dann auch zwei Wochen später, bei meinem nächsten Hamburg Besuch. Da in eDe°´s Keller schon mehrere Custom Boards geshaped werden, ist das mit den Terminen mittlerweile gar nicht mehr so leicht. So baut auch Manuel die "elbe-custom" Boards hier unten, die mit HPL nichts zu tun haben und an den Stränden in Norddeutschland gerne gefahren werden. So ist der Fundus an Bodenkurven und unterschiedlichen Shape-Schablonen mittlerweile richtig groß. Für alle gewünschen Längen gibt es hier das Passende. Highlights sind natürlich die beiden konkaven Formen. So wird unser neues Bord auch zum ersten mal ein konkaves Unterschiff bekommen. Aber zuerst einmal ging es mit der langen Einkaufsliste zu "von Corvin", dem Harze, Karbon und Glasfaser Händler bei der Kieler Straße. Hier gibt es alle Stärken die beim Shapen benötigt werden. Wir nehmen diesmal unten HPL, 2 Lagen 160er Glas und einen Herrex Kern.
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![]() ![]() Mit der Schablone anzeichnen, alle Stücke zuortbar makieren und aussägen. Es müssen 5 bis 10 mm Überstand bleiben. Tag 2 - in eDe°s Werkstatt |
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![]() je genauer geschliffen wird, desto besser siehts zum Schluß aus Beulen schon ausgleichen. Tut es aber nicht. Selbst zwei Lagen Glas und zwei Lagen Karbon gleichen absolut gar nichts aus. Am besten ist sogar, die beuligen Stellen zu spachteln und wieder zu schleifen. Grade um das Corezell herum bemerkten wir die Schwächen von Herrex, welches sich als Schaumstoff sehr schlecht verarbeiten, bzw schleifen läßt. Körmazell läßt sich um vieles besser verarbeiten und macht insgesamt einen besseren Eindruck. Bei Twintail könnt Ihr Euch sozusagen einen Boardbau-Baukasten bestellen mit Kömazell und Corezell. |
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Mit dem Auslegen der Absaugfliesstreifen am Rande des Vakuum-Klebebandes wird dann auch die Vakuumfolie auf dem Klebeband fixiert. Jetzt wird die Vakuumpumpe angeworfen. Dies ist für jeden Shaper ein spannender Moment. Denn innerhalb von Sekunden zieht sich die Folie straff über das Board.
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Jetzt zeigt sich der Sinn des Absaugfliesses. Denn beim Vakuumisieren wird durch den Druck das überflüßige Harz im Flies aufgesogen. Tatsachlich sind wir alle drei eine Zeit lang damit beschäftigt das Harz zu den Seiten hin, weg zu schieben.
Beim zur Seite schieben des Harzes gibt es noch mal die letzte Gelegenheit Fussel oder Fasern zur Seite hin wegzudrücken. Das alle Blasen weggedrückt werden müssen, sollte eigentlich |
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selbstverständlich sein. Je sauberer vom Schleifen bis zum laminieren gearbeitet wird, desto besser sieht das Board am Ende aus. Wir sind nach dieser Aktion ganz zufrieden und beenden ersteinmal den Tag. Der letzte Schliffffffff
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Pünktlich zum Eintreffen der großen Wellen in Tarifa kann nun unser kleines Board im Atlantik zeigen, was in ihm steckt.
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Fazit ist, auch diesmal war das Board-Shapen erstmal eine Menge Arbeit und es kostete unter dem Strich auch Geld. Alle tollen Ideen, die es in den beiden bekannten Foren gibt, wie Boarddbau für 2 Euro oder ähnliches, sind zwar ganz witzig, aber leider auch nicht ernst zu nehmen. Gäbe es in eDe°s Keller nicht die gute Infrastruktur, dann würden die Siesta Boards wirklich preislich explodieren. Waagen, Inserts, Klebeband und viele weitere unzählige Dinge die ständig gebraucht werden, müssen ja auch angeschafft und bezahlt werden. Darum ersteinmal wieder vielen Dank an eDe° und Manuel, ohne dessen Zeit und Hilfe auch das zweite Siesta-Board bestimmt in die Tonne gewandert wäre. Board bauen ist nämlich keine Laubsägearbeit, sondern eine handwerklich anspruchsvolle Tätigkeit die einiges an Erfahrung vorraus setzt. Und das kostet nun mal bei allen Shapern Geld.
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Sicherlich wird auch dies nicht das letzte Siesta-Board sein, welches eDe°s Werkstatt verlässt. Wir sind sind jetzt schon gespannt, mit welchem innovativen Board eDe° das nächste Mal nach Tarifa kommt. Eigentlich kaum zu glauben, wieviele Welten zwischen den beiden Siesta-Boards liegen.
Vielen Dank! |
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