FEHMARN


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Hanseboot



Heimischer Saisonabschluss, Hanseboot 2003

Tja - es scheint wie das letzte Jahr auf der Hanseboot, die Saison ist tatsächlich für dieses Jahr zu Ende. Bei den Reiseveranstaltern ist jetzt das Snowboarden und Skifahren im Programm. Wir HaempelFilmer zogen diesmal mit Freikarten des Verlags und dem Presseausweis am letzten Tag frühst möglich zur Messe. Da wir um die Ecke wohnen, ging es dann schnurstracks durch den Schanzenpark zum Messeeingang. Wie die letzten 12 Jahre auch, war irgendwo an der Karolinenstraße wieder mal Baustelle. Kenne das nicht anders, keine Ahnung was da immer los ist!?

Der Andrang war am letzten Messetag erwartungsgemäß sehr groß und wir füllten unsere Freikarten dann vor Ort aus. Ist halt Deutschland, überall hat Mensch mit der Verwaltung und dem Papierbeschreiben zu tun. "Ach, mit dem Presse Ausweis, da gehen sie mal außen um das Messegelände rum ins Hochhaus, in den zweiten Stock und da bekommen sie dann einen weiteren Extra Ausweis."


"hang loose" ist hier nicht angesagt, wir tragen schon Mütze und Schal


Naja wir schenkten uns den Kram wegen der Freikarten die wir sowieso mit bei hatten und betraten dann die Hallen. In der Messehalle 09 ging es dann, vorbei an den Kanus, Kajaks und Kanadiern, die Rolltreppe hoch in den zweiten Stock. Hier war die Kite- und Windsurf-Abteilung der diesjährigen Hanseboot. - Und alles sah eigentlich so aus wie im letzten Jahr. Selbst die meisten Stände hatten noch den selben Platz. Ein wenig orientierungslos betrachteten wir beim nächst besten Stand erst mal die auch nicht mehr ganz so neuen "Stubbies" von Naish - ganz schön coole Boards - und liefen unsere erste große Runde.

Augenscheinlich waren die großen fehlenden Neuerungen in diesem Jahr, die wirklichen Weiterentwicklungen sah man meistens nur im Detail. Generell hatten wir den Eindruck, daß die Bidi-Boards auch für Anfänger alle um ca.20 cm kleiner geworden sind. 180 bis 2 Meter Boards gehören jetzt wohl endgültig der Vergangenheit an. Das kleinste was wir auf der Messe sahen, war ganze 90 cm klein. Directionel boards sahen wir fast keine mehr. Wir hatten auch den Eindruck, dass die meisten Verkäufer bis auf den alten Krempel nicht sonderlich viel neues zu bieten hatten, aber vielleicht waren wir auch nur zu spät dran.

Es war noch sehr viel altes Material - besonders Kites - von 2002 und manches sogar von 2001 zu erhalten. Wahrscheinlich ist die diesjährige Nachfrage oder der erwartete "Run" auf Kitematerial bisher ausgeblieben. So dass viele Händler den Kram von diesem Jahr noch nicht losbekommen haben und die 2004er Kites und Boards schon verlangt werden. Tatsächlich sahen wir dann noch einige alte Freeairs, Airbasts und Hydros von Wipika. Messen sind ja auch dafür bekannt, dass alte Lagerbestände noch mal schnell geräumt werden. Bisschen schmunzeln mussten wir dann doch über den "Einsteigerdeal" der ein gebrauchtes Direktionell Board und einen Wipika Freeair für 799 Euro beinhaltete. Das war von der Frechheit schon süß. Natürlich guckt man auf der Messe auch immer nach günstigen Schnäppchen. Aber dieses Jahr waren die großen Kites, die wir für die heimischen Küsten brauchen, irgendwie alle schon weg.

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Wie wir in den beiden großen Kiteforen so mit gelesen hatten, waren auch sehr viele Forum-User von der diesjährigen Hanseboot nicht so begeistert - oder besser gesagt - enttäuscht. Keine Ahnung woran es liegt ... aber dieses Neue wie im letzten Jahr war für "uns" dann nicht mehr da. Ein Jahr Kitesurfen hat zumindest eine Menge Erfahrung gebracht, so dass wir uns auch keinen mehr - wie noch letztes Jahr - "erzählen" lassen. So ist das dann schnell schwer sich von etwas überzeugen zu lassen, wenn Mensch eigentlich weiß, was er an Schirmen oder Boards haben möchte.

Es scheint fast so, als wäre die Hanseboot sehr Naish und North lastig. Wir möchten hier natürlich nichts niedermachen und für die meisten Messeverkäufer/Innen reicht es dann ja auch, dass nach über einwöchigem Messe-Trara die meisten wieder froh sind, endlich nach Hause zu kommen. Aber es war dann doch sehr auffällig. Einige Unternehmer waren auch wieder mal am meckern, wie wenig sich die Messe und das Geschäft lohnt und wie gut alles noch vor vielen Jahren war. Aber das kennt Mensch ja so von den Unternehmern. "Klappern" gehört selbstverständlich mit zum Geschäft. Trotz alledem sind die Zeiten gerade hart und so mancher Preis liegt ganz schön am Boden. Die Konsumenten freut es natürlich.

Für uns war dieses Jahr der Stand vom Surfers-Paradise- Team, vom Steinhuder Meer bei Hannover der am besten sortierte Stand auf der Hanseboot. Hier begegnete uns wirklich Sachverstand und was das Equipment anbelangt, war wirklich fast alles was Mensch haben will vorhanden. Der Chef Ralf erzählte uns ein wenig über den Laden und es war für uns beide sehr interessant, da es natürlich auch um Werbung ging. Leider hatte auch er keine 14ner Takoons mehr auf Lager, aber da wir die nächsten Tage ehe nicht mehr Kiten gehen, war es auch nicht ganz so schlimm.


Wir wollen auch nicht den kleinen Stand vom "Surfshop am Steinhuder Meer" vergessen, der genau wie letztes Jahr am Hallenübergang zum nächsten Gebäude war. Der mit guten Preisen leider auch keine großen Kites mehr für uns hatte. Viele Grüße aus Hamburg. Schade, dass sich so mancher Hamburger Händler Beitrag immer vor aufgesetzter falsch verstandener Coolheit selbst disqualifizierte. So viel Desinteresse an Kunden ist eigentlich gar nicht mehr zu toppen. Aber die Hanseboot und der Onlineversand ist ja glücklicherweise groß, so das wir uns für das zukünftige "Kiten" keine Sorgen machen brauchen und müssen.


für das heimische Hawaii-Feeling und unsere wichtigen Zettel.

So hatten wir dieses Jahr Pech, unser knappes Geld fand einfach zu keinen Händler und zum ersten mal gaben wir auf der Hanseboot nur 4 Euro für Magnete aus Hawaii aus, natürlich "Made in China". Hier kommt von nun an alles wichtige an Zetteln ran. z.B. Flugtickets nach Tarifa, via Malaga ;-)


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