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Fehmarn 03
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Up'n Weg nach Fehmarn - über Pelzerhaken und Rosenfelde, am ersten Oktoberwochenende 2003 Seit einem Jahr gehören wir jetzt zur Kitegemeinde und sind dabei, wie viele andere Kiter auch, öfters an der heimischen See. Wobei wir uns eher zu der schon etwas gesetzteren Generation zählen, die sich nicht primär bei jeder sich bietenden Gelegenheit den A.... abfrieren möchte. So verzichten wir dann auch etwas schneller aufs Kite-Aufpusten und begnügen uns mit dem Aufbau des Stativs zum Fotografieren und reduzieren unsere Kite-Wochenenden auf ein langes Ausführen unseres Hundes Gina. So war es dann leider auch am ersten Oktober Wochenende.
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Die Windverhältnisse waren für unsere beiden 12er Schirme nicht die besten, bzw. wir hatten keine Chance. Aber auch für viele andere waren die Windverhältnisse an diesem Wochenende nicht die besten und so lagen Sonntags die meisten Kites auch mehr auf dem Deich als in der in der Luft. Samstags war es für die größeren Schirme und glücklicherweise für viele Kitesurfer besser, aber wie geschrieben, für uns war gar nichts drin, bzw. wir wollten uns den Frust ersparen, alles für die Katz' aufzubauen. Zumal die Ostsee alles andere als einladend aussah. Für uns war die Kite-Saison 2003 hier zu Hause in Deutschland zu Ende. Anfänglich war dann auch am Freitag das „Abfahren“ der Ostsee Spots von Lübeck bis Fehmarn auf unserem Zettel. Angefangen hatten wir bei Pelzerhaken, dem vielleicht nächst gelegenstem Spot von Hamburg aus gesehen. Es war nicht das allerbeste Wetter. Kurz beschrieben, Wind 0 - 3, bewölkt, hin und wieder ein kleiner Regenschauer. An der Küste bemerkt Mensch schnell den Herbst, denn es waren kaum Spaziergänger vor Ort. Eine kleine dreier Gruppe übte mit einem King-Kite, der es aber selten schaffte, in der Zeit wo wir vor Ort waren, oben zu bleiben. Längere Windaussetzer zogen den Kite dann ständig nach unten. Generell machte der Spot von Pelzerhaken auf uns einen guten Eindruck. Der Stehbereich wirkte relativ groß. Wahrscheinlich wird hier wegen der Nähe zu Lübeck und Hamburg bei guten Bedingungen einiges los sein. Unterm Strich aber ein sehr schöner ostseetypischer Spot. Wir guckten noch auf den großen, unter Bäumen liegenden Parkplatz, sichteten ein paar Wohnmobile und die typischen Kiter- und Surfer-Bullis der Marke VW, die fast immer zu den Surfspots zugehören und machten uns dann schnell vom Acker Richtung Norden die Küste rauf. Zudem uns auf dem Parkplatz gesagt wurde, dass der Wind am nächsten Tage drehen sollte. |
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Wir fuhren dann weiter nach Dahme, am Lenster Strand und Kellenhusen vorbei, wobei uns dort die in Frage kommenden Spots nicht richtig zusagten, was sicherlich auch daran lag, dass wir keine Kitesurfer vor Ort trafen oder dass Buhnen oder Molen in die See ragten und alles sehr Kurlastig auf uns wirkte. Z.B. sahen wir des Öfteren Schilderwälder mit Verboten aller Art. Wie geschrieben, ohne Wind war an diesem Tag sowieso nichts zu machen.
Kurz vor Fehmarn fuhren wir dann - noch vor Heringsdorf - Richtung Rosenfelde rechts raus. Rosenfelde ist ein einsam gelegener, aber gut zu findender Spot, der zwischen zwei größeren Campingplätzen liegt. Der Weg dorthin ist gut ausgeschildert. Vor dem Deich ist ein Parkplatz, der in der Hauptsaison bewacht ist und Gebühren kostet. Hatten allerdings nirgendwo Preise gesehen, was es denn in der Saison kosten würde... Um diese Jahreszeit war aber alles schon sehr verlassen und bis auf zwei Angler kreuzte kein Spaziergänger oder Hundehalter unseren Weg.
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Rosenfelde ist ein echt schöner Spot, der sehr weitläufig ist und genug Platz zum Aufbauen bietet. Ferner stehen am Parkplatz noch Toilettenhäuschen. Keine Buhnen und Molen behindern hier das Kite-Vergnügen. Einzig ein paar Boote und Katamarane stehen direkt am Strand. Wahrscheinlich interessiert es neben der Saison keinen Menschen, wenn man mal eine Nacht im Bus vor Ort verbringt. Leider waren auch hier keine Kiter oder Surfer, so dass wir absolut nicht einschätzen können, wie dieser Spot bei guten Windbedingungen frequentiert wird. Platz, so schien es für uns, war ohne Ende vorhanden und so mancher Anfänger kann auch viel Höhe verlieren und muss nicht so schnell wieder aus dem Wasser. Für uns war bei dem wenigen Wind wieder mal nichts zu machen und wir reduzierten unser Engagement aufs Aufbauen und Justieren des Stativs um wenigstens ein paar QuickTime VR´s auf die Speicherkarte unserer Konica zu schreiben. Nach kurzer Überlegung, zu bleiben oder weiterzufahren, zogen wir dann weiter auf unsere Favoriten Insel Nummer eins, nach Fehmarn. Fehmarn 2003 In diesem Jahr waren wir dann leider erst zum zweiten Mal auf unserer Lieblingsinsel Fehmarn. Auf unserem Halbcamping Platz bei Lemkenhafen war wie vorauszusehen, alles beim alten. Keine Preiserhöhung erregte unser auf Kurzurlaub eingestelltes Gemüt. Mit 4 Euro pro Tag, konnten wir ganz offiziell auf diesem Platz die nächsten 3 Tage übernachten. Hier am Platz ist es wohl ungeschriebenes Gesetz, dass die Wind Surfer diese kleine Bucht alleine nutzen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Kiter hier am Platz zur Minderheit gehören. Kitesurfer fahren zum Kiten am besten durch Lemkenhafen durch, Richtung Petersdorf. Am Deicheingang stehen dann auch die ersten Kiter-Busse oder Autos, so lang die noch Platz haben. Beim Orth-s-Eingang sind dann nochmals zwei größere Parkplätze und ein Imbiss. Hier ist es dann möglich, im riesigen Stehrevier zu Kiten. Da die Wiese auch von Heidschnucken genutzt wird, ist's halt nicht so gemütlich, stellenweise ist die Wiese sehr stark gedüngt, dass schränkt das Rumliegen bei Flaute doch leider sehr ein. Aber das ist auf den Deichen an der Küste nu' mal so. Je weiter in Richtung Orth gelaufen wird, desto mehr Platz hat der Kiter dann für sich. |
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Unserer Beobachtung nach ist der Kiter in den meisten Fällen ein Herdentier und bevorzugt es, dann dort unterwegs zu sein wo alle anderen auch sind. Vielleicht aber sind wir alle auch nur zu Faul und wollen nicht allzu weit unseren Krempel schleppen. Aber grade für Anfänger ist es manchmal echt empfehlenswert, die 200 bis 300 Meter weiter zu laufen. Das spart unnötigen Stress und Nerven. Tatsächlich ist der Ortsausgang bei Lemkenhafen ein guter Spot für Anfänger. Das Höheverlieren ist hier nicht all zu tragisch, da man den Spot gut überblicken kann und überall locker aus dem Wasser kommt. Einzig die Steinbefestigung von ca. 1em Meter am unmittelbaren Uferbereich ist etwas nervig, darauf sollte der Kiter achten. Natürlich sollten dort auch keine Steine zum beschweren der Kites weggenommen werden! (Heißes Thema, ist nämlich schon oft geschehen)
Die andere Seite der Bucht ist der Orthener Orts-Ein-, bzw. Ausgang. Hier sind die Spotverhältnisse ähnlich, auch hier kann Mensch am Ortseingang parken - soweit was frei ist - und über den Deich an den Spot gelangen. Auch hier gilt: wer weiter läuft hat mehr Platz und Ruhe. Orth selbst ist ein schöner Hafen mit ein paar Gaststätten und Cafes. Eben alles was Touristen - oder Skipper und Bootseigner mit ihren Yachten - so brauchen. |
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So gibt es auch Toiletten und Duschen im Hafen. Zwei Surf- und Kite-Shops mit angeschlossenen Schulen bieten so einiges. Wobei wir die Windgeister ehrlich gesagt lieber haben. Ansonsten gehen wir ganz gerne mal beim Griechen in Orth Essen, hier sind die Preise moderat ... aber unterm Strich ist es ja ehe dies überall alles zu teuer geworden.
Fans von Ethno oder sonstigen sphärischen Klängen sind im Cafe Sorgenfrei ganz gut aufgehoben. Hier scheint die Zeit in den 80ern stehen geblieben zu sein. Sehr im Studentenstil aufgezogenes Cafe. Im Herbst fliegt dem ein oder anderen auch eine Wallnuss auf den Teller. Von hier aus kann man bei Kaffee und Kuchen oder einem Eisbecher das bunte Treiben in dem kleinen Hafen ganz gut beobachten. Aber auch das Spazierengehen zwischen den Yachten bis zur Hafenspitze mit Blick auf die Orther Reede ist immer ein Erlebnis. Für uns ist Orth an der deutschen Küste mit Abstand der schönste Hafen. In Orth selbst gibt es auf einem Bauernhof die Möglichkeit für 8 € die Nacht offiziell mit dem Bus oder Wohnmobil zu nächtigen. Da der Platz auf dem Grundstück begrenzt ist, ist es besser sich vorher anzumelden. Da wir bis auf das Nachfragen selbst noch nicht zum Übernachten auf dem Platz waren, können wir dazu leider nicht mehr sagen.
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Der einzige kleine Lebensmittelladen in Orth schließt mit dem Ende der Saison, Anfang September. Gute Einkaufs-Möglichkeiten gibt es ein paar km weiter in Petersdorf. Dort gibt es am Ortsrand mit guten Parkmöglichkeiten Aldi und andere Lebensmittelmärkte.
Rechts von Orth an dem Laden der "Windgeister" vorbei in den Hafen gehend, ist noch mal eine weitere stark von Wind Surfern frequentierte Bucht. Hier ist es auch großflächig stehtief, aber hauptsächlich Windsurf dominiert. Hier waren unserem Eindruck nach wenige Kiter anzutreffen. Kiter sollten das Kiten dort, wo übermäßig Surfer unterwegs sind, eher meiden. Das ist einfach uncool und ätzend und bringt bestimmt auch keine große Akzeptanz mit sich. Von Orth zurück geht es als Spaziergänger oder Fahrradfahrer den Deich nach Lemkenhaven entlang. Lemkenhaven besteht aus einem Yachthafen und ein paar Häusern und Restaurants drum herum. |
Hier gibt es einen kleinen Laden, wenn nicht sogar den kleinsten Lebensmittelladen Deutschlands. Mit Blick durch den winzigen Laden ins Wohnzimmer gibt es hier fast alles für den täglichen Bedarf zu kaufen. Selbst das Zeitungssortiment kann sich hier sehen lassen. Ein bisschen weiter weg um die Ortskurve herum gibt es die Aalkarte, hier gibt es frisch geräucherten Fisch aller Art zum mitnehmen oder dort essen, wirklich lecker. Leider haben die Preise schon Blankeneser Feinkostniveau. Wir haben für Fisch noch nie soviel Geld ausgegeben wie dort. Dabei war es nicht mal Lachs oder Kaviar. Trotzdem gehen wir dort öfter mal hin. Liegt ja auch auf dem Weg zu unserem Wohnplatz. Von Lemkenhafen geht es nochmal die Straße weiter, dann an einem Acker vorbei den Deich entlang, nach Gold. Auch hier ist ein großzügiges Stehrevier mit Kite- und Surf-Schule. Da beide Surfarten getrennt unterwegs sind, ist sozusagen jeder zufrieden. In Gold selbst gibt es eine Kneipe mit Übernachtungs-Möglichkeit in der Pension und ein Parkplatz auf dem auch gegen Bezahlung offiziell im Bus übernachtet werden kann, bzw. geduldet wird. Auch hier ist eine von den Dixie-Toiletten vorhanden. Von dort aus muss man das Material ein wenig den Deich entlang tragen, aber es geht. Anfänger fallen hier, wegen den Kiteschulungen bei dem Team von Holger Wilder (dort hatten wir letztes Jahr auch Unterricht), nicht so auf, da alle irgendwie am lernen sind. In der Bucht von Gold ist ein kleiner Sandstreifen und dann gleich Gras- Bewachsener Deich. Anfänger mögen diesen Spot sehr gerne und es ist unterm Strich familiär-gemütlich und übersichtlich. |
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